Abkürzungen N

NA Nationale Alternative (gegründet am 30.01.1990 in Berlin-Lichtenberg, im März Mitglied im BERLINER BLOCK, Vorgänger der NA waren die Lichtenberger Front und die Bewegung 30. Januar, die NA schloss sich der Deutschen Alternative (DA) an. Die DA wurde 1992 verboten)
NAB Nahabsicherungsbereich
NAGEMA Kombinat Nahrungs- und Genussmittelmaschinenbau
NAO Normenklaturanordnung
Napf Klub der Werktätigen in Berlin-Lichtenberg
NARVA Nitrogenium, ARgon, VAkuum (NAVA war neben NAGEMA und ORSTA-Hydraulik einer der drei Testbetriebe, die im Februar 1990 freie Hand für die Marktwirtschaft erhielten.)
NASI Amt für Nationale Sicherheit (auch AfNS abgekürzt, Nachfolger des MfS)
Nat. Front Nationale Front des demokratischen Deutschlands, ab 1973 der DDR
Nat. Pr. Nationalpreis
Nat. Rat Nationalrat (der Nationalen Front)
Nat. Z. National-Zeitung (Zeitung der NDPD) ab 01.02.1990 Berliner Allgemeine
NAW Nationales Aufbauwerk
NBA nutzungsfähiger Bauabschnitt
NBI Neue Berliner Illustrierte (Auflage 794 100)
ND Naturdenkmale
Neues Deutschland (Zentralorgan der SED, heute Sozialistische Tageszeitung)
NDJ National-Demokratischer Jugendverband (Jugendverband der NDPD)
NDL Neue deutsche Literatur
NDPD
Logo der National-Demokratischen Partei Deutschlands
National-Demokratische Partei Deutschlands (1948-1990. Am 22.03.1948 erscheint die erste Nummer der "National-Zeitung - Volksblatt für deutsche Politik". Wilhelm Pieck kündigte am 18.04.1948 in Berlin die Bildung der NDPD an. In ihr sollen ehemalige NSDAP-Mitglieder aufgefangen werden. Zulassung durch die Sowjetische Militärverwaltung in ihrer Zone am 16.06.1948. Protest gegen die Bildung der NDPD kommen vom britischen und US-Stadtkommandanten am 28.04.1948.
Die NDPD hatte rund 110 000 Mitglieder. Sie war in der Volkskammer mit 52 Abgeordneten, in den Bezirkstagen mit 319, den Kreistagen mit 2 121 in den Gemeindevertretungen mit 5 598 und den Stadtbezirken mit 295 Abgeordneten vertreten. Die VOB "National" der NDPD hatte 6 Zeitungsverlage, sie gab 6 Zeitungen heraus. Ein Buchverlag, zwei Bücherstuben, 8 Betriebe, 5 Ferienheime und ein Kinderferienlager.
Der Parteivorsitzende, Heinrich Homann, trat am 02.11.1989 von seinem Amt zurück. Er war der erste Vorsitzende, der nach dem Sturz Honeckers zurücktrat. Sein am 07.11.1989 zu seinem Nachfolger bestimmter, Günter Hartmann, brachte Mitte November die Idee einer deutschen Konföderation ins Spiel.
Der Vorsprung durch frühen Rücktritt konnte nicht genutzt werden. Zurecht gab es in der Partei die Furcht, als Produkt der SED gibt es in einem einheitlichen Deutschland für sie keine Überlebenschance. Ein Hauen und Stechen begann.
Ihren 14. Parteitag führte die NDPD am 20./21.01.1990 und am 11.02.1990 durch. Der bisherige Vorsitzende, Günter Hartmann, wurde durch Wolfgang Glaeser für zwei Tage abgelöst. Dann trat der neue Vorsitzende zurück. In einer Zerreißprobe wurden schließlich die Weichen auf ein Bündnis mit DFP, F.D.P. der DDR und der LDP gestellt. Die Versuche, Bündnispartner für die Volkskammerwahl zu finden misslangen aber. Was den Zerfall der Partei beschleunigte.
Auf der Fortsetzung des 14. Parteitages am 11.02.1990 wird Wolfgang Rauls zu Vorsitzenden gewählt.
Als Wahlkampfzuschuss im 1. und 2. Quartal 1990 beantragte die NDPD 13,4 Millionen Mark beim Ministerium der Finanzen, die auch bewilligt wurden. Die Parole zur Wahl lautete "Die NDPD der 90er Jahre - Politische Kraft der Mitte in der DDR".
Bei der Volkskammerwahl erhielt die NDPD weniger Stimmen, 44 296, als sie Parteimitglieder hatte.)
NdZ Norddeutsche Zeitung
NEG VEB Nachrichtenelektronik Greifswald
nez neue erfurter zeitung
NF Nationale Front der DDR (Bis 1973 Nationale Front des demokratischen Deutschland. Vorläufer der NF war die Volkskongressbewegung. Auf dem III. Deutschen Volkskongress am 29./30.05.1949 in der Deutschen Staatsoper in Berlin wird ein Manifest an das deutsche Volk verabschiedet, in dem alle national gesinnten Deutschen aufgerufen werden sich in der Nationalen Front zusammenzuschließen. Nach Ansicht des Politbüros der SED könne als Antwort auf die Schaffung eines westdeutschen Marionetten-"Staates" nur der Zusammenschluss in einer Nationalen Front des demokratischen Deutschlands sein. Alle, die dem amerikanischen Imperialismus bei der Spaltung Deutschlands helfen, werden als Landesverräter bezeichnet. Die NF bestand aus den Parteien CDU, DBD, LDPD, NDPD und der SED plus Massenorganisationen DFD, FDGB, FDJ und VKSK. Eine Mitgliedschaft von Einzelpersonen gab es nicht. Die NF hatte 1989 19 000 Ortsausschüsse. 1990 gab es vergebliche Bestrebungen die NF in eine Nationale Bürgerbewegung umzuwandeln.)
Nationalistische Front (gegründet 1985, 1992 verboten)
Neues Forum (gegründet am 09.-10.09.1989 in Grünheide bei Berlin, um nicht mit der Nationalistischen Front verwechselt zu werden wurde das Neue Forum auch NFo abgekürzt)
NfD nur für den Dienstgebrauch
NFG Nationale Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur (1953-1993)
NG Nettogewinn
NJ Neue Justiz
NK Nordkurier - Müritzer Zeitung
NKGB Narodnyi Komissariat Gosudarstvennoj Bezopasnsti (Volkskommissariat für Staatssicherheit)
NKW Nutzkraftwagen
NKWD Narodnyi Komissariat Wnutrennych Del (Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten)
NMG Nationale Mahn- und Gedenkstätten (1958-1990)
NNN Norddeutsche Neuste Nachrichten (Zeitung der NDPD)
NÖG Niederländische Ökumenische Gemeinde (feierte im Oktober 1989 ihr vierzigjähriges Bestehen in der DDR)
NOK Nationales Olympisches Komitee der DDR (1951-1990, das NOK der DDR wurde vom IOC nicht anerkannt, mit der Begründung nur ein NOK für ein Land sei zulässig, das BRD NOK wurde kurz nach der DDR-NOK-Gründung anerkannt)
NÖSPL Neues ökonomisches System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft
NP Nettoproduktion
NPT Nationalpreisträger
Netzplantechnik
NSA Nichtsozialistisches Ausland
NSAG Nichtständige Arbeitsgruppe
NSG Naturschutzgebiet
NSW Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet
nt neues theater, landestheater halle
NT Neuer Tag (Bezirkszeitung der SED Frankfurt (Oder))
nt neues theater Halle (1981 eröffnet, geschlossen am 01.05.1990)
NTA nachrichtentechnische Ausrüstung
NV Neuerervorschlag
NVA Nationale Volksarmee (Zum Tag der Nationalen Volksarmee, am 01.03. stellte der Initiative des Appells der 89 eine sieben Punkte Plan vor. Der Tag der NVA sollte in Tag der Nationalen Vollständigen Abrüstung, umgewandelt werden. Der Minister für Abrüstung und Verteidigung, Rainer Eppelmann, meinte zur NVA: "Was die NVA betrifft, so wird sie nach meiner Überzeugung solange weiter bestehen, wie in Europa zwei Militärbündnisse existieren. Sie wird die Aufgabe haben, unser Land vor Angriffen von außen zu schützen, damit wir nicht erpressbar werden. Die Abrüstung muss in einer soliden und verlässlichen Art und Weise erfolgen. Und die NVA wird auch künftig für die Sowjetunion mit guten Gefühlen verbunden bleiben, wenn sie ohne NATO-Waffen bleibt. Auf dem Gebiet der jetzigen DDR darf es kein militärisches Vakuum geben. Daher ist eine Demilitarisierung im Sinne einer schnellstmöglichen Auflösung der NVA für uns nicht akzeptabel".
Im Zuge der Abwicklung des MfS wurden die dort gelagerten Akten der militärischen Aufklärung in das Militärarchiv nach Potsdam gebracht. Das Informationszentrum der NVA wollte sie von dort zur Vernichtung abholen. Die Archivleitung informierte das Bundesverteidigungsministerium in Bonn. Von dort zurück an den Staatssekretär im Ministerium für Abrüstung und Verteidigung in Berlin. Von dort die Anweisung an das Militärarchiv die Herausgabe der Akten darf nicht erfolgen. Nach einer Woche genehmigte Minister Rainer Eppelmann im August 1990 die Herausgabe der Akten. Sie wurden innerhalb zweier Wochen vernichtet. Nach Kritik an der Vernichtung, als alles sich schon in Rauch aufgelöst hatte, erließ Eppelmann ein Vernichtungsstopp. Bei der Vernichtung wurden aber die Erfassungsmittel der Militärabwehr übersehen. Die BStU stellte dem Bundeskriminalamt Material aus ihren Beständen zur Verfügung.
Wegen der Militärspionage kam es in der Bundesrepublik zu Anklagen.
1956 hatte die Bundesregierung in einem Memorandum zur Frage der Wiederherstellung der deutschen Einheit geschrieben: "14. Die Bundesregierung ist der Überzeugung, dass freie Wahlen in ganz Deutschland, wie sie auch immer ausfallen mögen, nur den Sinn haben dürfen, das deutsche Volk zu einen und nicht zu entzweien. Die Errichtung eines neuen Regierungssystems darf daher in keinem Teile Deutschlands zu einer politischen Verfolgung der Anhänger des alten Systems führen. Aus diesem Grunde sollte nach Auffassung der Bundesregierung dafür Sorge getragen werden, dass nach der Wiedervereinigung Deutschlands niemand wegen seiner politischen Gesinnung oder nur weil er in Behörden oder politischen Organisationen eines Teils Deutschlands tätig gewesen ist, verfolgt wird.")
NVe Neuerervereinbarung
NVO Neuererverordnung
NVR Nationaler Verteidigungsrat (Der Nationale Verteidigungsrat konstituierte sich am 16.03.1960. Laut Gesetz vom 10.02.1960 sollte er den Schutz des Arbeiter-und-Bauern-Staates und der sozialistischen Errungenschaften der Werktätigen zu organisieren und zu sichern sowie die sich daraus ergebenden Maßnahmen festzulegen. Vorläufer des NVR war die im September 1953 gebildete Sicherheitskommission beim Politbüro der SED. Der Vorsitzende des NVR wurde von der Volkskammer gewählt und seine Mitglieder vom Staatsrat berufen. Die letzte Sitzung des NVR fand am 16.06.1989 statt. Die Einsatzleitungen wurden vom letzten NVR-Vorsitzenden, Egon Krenz, am 29.11.1989 aufgelöst. Vom Staatsrat abberufen wurden die Mitglieder des NVR am 06.12.1989, an dem Tag, als auch Egon Krenz als Staatsrats- und NVR-Vorsitzender zurücktritt.)
NW Neuer Weg (Bezirkszeitung der CDU)
NWK Nebelwurfkörper
NWVB Natural-Wert-Verflechtungsbilanz

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