Auf dem Rostocker Universitätsplatz versucht Außenminister Genscher den deutschen Nachbarn die Ängste vor einer Vereinigung von BRD und DDR zu nehmen. Wir Deutschen wollen doch nichts anderes, als in Frieden und Freiheit mit unseren Nachbarn leben, sagt er.
PDS-Vorsitzender Gysi empfiehlt seine Partei in Gera all jenen, die sich Sorgen über die soziale Zukunft machen. "Gewisse(n) Parteien und Allianzen" wirft er vor, dem Volk eine wichtige Wahrheit vorzuenthalten: Der "schnelle Weg zur deutschen Einheit" würde die Mehrheit der DDR-Bürger in eine wirtschaftliche Katastrophe stürzen.In Rostock äußert, sich Bundesverteidigungsminister Stoltenberg (CDU). Bonn werde mit jeder frei gewählten DDR-Regierung zusammenarbeiten, erklärt er großzügig. Besser sei es aber, wenn zwischen beiden deutschen Staaten ein Gleichklang der Überzeugungen bestehe.
(BZ, 5.3.1990)
Mit Steuergeldern der BRD-Bürger unterstützt die christlich-liberale Regierungskoalition in Bonn das konservative Wahlbündnis "Allianz für Deutschland" im DDR-Wahlkampf.
Das berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe.
(BZ 5.3.1990)