27. September

Eine Lösung für die rund 400 DDR-Ausreisewilligen, die sich in der Warschauer BRD-Botschaft aufhalten, sei "auf gutem Wege", erklärt ein Sprecher des polnischen Außenministeriums.


28. September

Dem von Rechtsanwalt Vogel dargelegten Angebot, nach Rückkehr in die DDR bereits in den nächsten Wochen in die BRD ausreisen und ihre Habe mitnehmen zu können, dass ebenso Familienangehörige übersiedeln dürfen und künftige Besuchsreisen in die DDR gestattet werden, folgen nur 50 der sich in Warschau befindenden ausreisewilligen DDR-Bürger.

In der Prager BRD-Botschaft halten sich über 2 000 DDR-Bürger auf. Ihre Lage ist katastrophal. Am Rande der UNO-Vollversammlung in New York konferiert BRD-Außenminister Hans-Dietrich Genscher mit seinen Amtskollegen aus der DDR, der UdSSR und der ČSSR; UdSSR-Außenminister Eduard Schewardnadse sagt zu, in "Kontakten mit anderen Regierungen" auf eine Verbesserung der Lage der DDR-Flüchtlinge in Prag hinwirken zu wollen.

Aus: Sabine und Zeno Zimmerling, Neue Chronik DDR 1. Folge 2. Auflage Verlag Tribüne Berlin GmbH 1990 ISBN 3-7303-0582-4

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