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Die IG Druck und Papier

auf dem Weg zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit

Die IG Druck und Papier verlässt rigoros eingefahrene Gleise, um die Interessen und Rechte ihrer Mitglieder wirksamer und erfolgreicher vertreten zu können.

Die IG Druck und Papier wird selbständig, frei und unabhängig.

Machen wir sie gemeinsam auch zu einer großen und starken Solidargemeinschaft aller in ihr vereinten Berufsgruppen!

Unsere Prinzipen lauten:

  • Uneingeschränkte Unabhängigkeit
  • Umfassende Mitbestimmung
  • Eigene Tarifpolitik
  • Streikrecht
  • Finanzielle Selbständigkeit

    Mitgliedschaft ist vorteilhaft

    Die IG Druck und Papier

  • vertritt die Belange ihrer Mitglieder gegenüber der Regierung und den Betriebsleitungen
  • wahrt Dein Recht auf einen gesicherten Arbeitsplatz
  • schützt Dich vor Unternehmerwillkür
  • bietet Dir Rechtsschutz und kostenlose Rechtsvertretung bei Arbeitsstreitigkeiten
  • schützt Dich vor negativen Auswirkungen bei Strukturveränderungen und Rationalisierungsmaßnahmen
  • sichert, dass ihre Mitglieder teilhaben an den Leistungen des Feriendienstes der Gewerkschaft und des betrieblichen Erholungswesens

    Wir führen Tarifverhandlungen

    mit dem Minister für Leichtindustrie für die Werktätigen der Verpackungsmittelbetriebe und mit dem Minister für Schwerindustrie für die Werktätigen der Zellstoff- und Papierfabriken über

  • Einführung der Produktivlöhne in allen Betrieben 1990
  • Neuregelung des arbeitsbedingten Zusatzurlaubs
  • Überbrückungsgeld für 3 Jahre bei Verlust des Arbeitsplatzes durch Strukturveränderungen und Rationalisierungsmaßnahmen

    Wir treten ein für

  • gute Arbeits- und Lebensbedingungen in jedem Betrieb
  • unbedingte Gewährleistung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes
  • tariflich geregelte Aus- und Weiterbildung
  • 4 Wochen Grundurlaub für alle Beschäftigten
  • Treueurlaub für langjährige Betriebszugehörigkeit
  • Wiedereinführung der gestrichenen kirchlichen Feiertage
  • schrittweise Einführung der 40-Stunden-Arbeitswoche bis 1995
  • finanziellen Ausgleich für Auswirkungen veränderter Preis- und Subventionspolitik

    Wir fordern

  • Informations- und Medienfreiheit
  • die Überführung von Zentrag- und DEWAG-Betrieben in Volkseigentum
  • gerechte Verteilung des Papierfonds durch einen zu bildenden Medienrat
  • schnelle Entscheidungen über die Zukunft von partei- und organisationseigenen Verlagen

    Als Mitglied der IG Druck und Papier entscheidest Du maßgeblich mit, welche Kraft sie verkörpert im Kampf um:

    Frieden,
    Entspannung,
    Abrüstung und Rüstungskonversion,
    Demokratie,
    gesellschaftlichen Fortschritt,
    soziale Sicherheit und Gerechtigkeit,
    Informations- und Medienfreiheit,
    Freiheit des einzelnen,
    Freizügigkeit aller,
    Bewahrung der Umwelt.

    Wir kämpfen gegen

  • Neofaschismus, Chauvinismus und Rassismus,
  • Korruption und Machtmissbrauch,
  • Arbeitslosigkeit und Sozialabbau.

    Wir sind für

    demokratische Wahlen und messen alle Parteien und ihre Kandidaten für die Volksvertretungen daran, wie sie sich für die Interessen der Werktätigen unseres IG-Bereiches mit Wort und Tat einsetzen.

    Nur in einer starken Gewerkschaft können wir unsere sozialen Errungenschaften erhalten und schützen und die neuen Ziele erkämpfen.

    Deshalb sind wir dafür, dass wir uns gemeinsam mit den Mitgliedern der Gewerkschaft Kunst und den Künstler- und Berufsverbänden zu einer starken und solidarischen Industriegewerkschaft Medien zusammenschließen.

    Kollege, bedenke auch:

    Dein Mitgliedsbeitrag ist wichtig, damit unsere Organisation kampf- und arbeitsfähig bleibt.

    Die IG Druck und Papier
    baut auf Dich und Deine
    gewerkschaftliche Aktivität

    aus: Neuer Zellstoffwerker, Nr. 1, 30.01.1990, 39. Jahrgang, Betriebszeitung des VEB Vereinigte Zellstoffwerke Pirna, Herausgeber: Betriebsdirektion des VEB Vereinigte Zellstoffwerke Pirna

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