Gewerkschaftsarbeit wieder auf Grundprinzipien zurückzuführen
1. Änderung des Artikels 1 der Verfassung der DDR, Aufgabe der Führungsrolle der SED
2. Gründung einer IG Eisenbahn, Industriegewerkschaft muss diese Aufgabe übernehmen, auch im Bezug des Territoriums. Keine Zwischenorganisierung auf Kreisebene mehr.3. Arbeit der Gewerkschaft muss auf die Grundprinzipien der Gewerkschaftsarbeit zurückgeführt werden.
a) Arbeitsgruppe Sozialpolitik:- SV, Kuren
- Feriendienst
- Arbeitsschutz
- Wohnungsangelegenheiten
- Arbeits- und Lebensbedingungen
- Kinder und Veteranenbetreuung
- Lohn und Recht
Wegfall folgender Kommissionen:- Neuereraktiv
- Agitation und Propaganda
- Bildungskommission
- Kulturkommission
- Jugendkommission
- Wettbewerbskommission
- stärkere Verpflichtungen der GO-Leitungen
- was für eine rechtliche Grundlage hat die jeweilige Leitung
6. Wegfall der Schulen der sozialistischen Arbeit, die Mitgliederversammlungen sind für die Belange und Information der Mitglieder zu nutzen.
7. Keinen Titelkampf "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" mehr, keine Verteidigung der Verträge 1989.- Freiwilligkeit muss gewahrt bleiben
- Verzicht auf eine planmäßige Solileistung
- Solidarität nur dann, wenn dazu die objektive und humanistische Notwendigkeit besteht.
10. Führung des Wettbewerbes muss unter der staatlichen Leitung vollzogen werden, die Gewerkschaft kontrolliert die nach Auswertung gezahlten Prämierungen gemäß Leistungsprinzip. Wettbewerb muss Leitungsinstrument des Leiters sein.
11. Gewerkschaftsarbeit kann nicht nur Arbeit in der Freizeit sein, eine rechtliche Regelung dazu muss in Fortschreibung von Gesetzen erfolgen.P(...), BGL-Vorsitzender
aus: Friedrichstadt-EXPRESS, Nr. 24, 28. November 1989, 34. Jahrgang, Organ der SED-Betriebsparteileitung für den Dienstort Dresden-Friedrichstadt, Herausgeber: Leitung der SED-Betriebsparteiorganisation des Bahnhofes Dresden-FriedrichstadtStartseite