DDR 1989/90Brandenburger Tor


Berlin, d. 10.01.1988

ERKLÄRUNG

Am 9. - 10. Januar 1988 ist in Berlin ein Netzwerk für Menschen aus Umwelt, Friedens und Emanzipationszusammenhängen mit folgenden Namen gegründet worden.

ARCHE

Grün - ökologischer Bund

Die Arche erstrebt die Zusammenarbeit mit allen Menschen, kirchlichen und weltlichen Organisationen und Verbänden die an der Bewahrung der Schöpfung interessiert und dafür engagiert sind.

Die bedrohliche Umweltsituation erfordert in der auch DDR ernsthafte Anstrengungen zum ökologischen Umbau unseres gesamten gesellschaftlichen und persönlichen Lebens. Dazu erweist sich als notwendig die Aktivitäten sowie zu vernetzen. Nur dadurch kann es gelingen gezielter und wirksamer ein ökologischen Umbau voranzutreiben.

Dies ist der Weg um eine Umwelt- und sozialverträgliche Wirtschaft zu erreichen. Eine wesentliche Voraussetzung dazu ist Offenheit in Umweltfragen. Wir setzen uns dafür ein, dass Angaben zur Lage der Umwelt zugänglich gemacht werden. Nur durch Aufklärung und Aufzeigen von Alternativen kann die tödliche Apathie in Umweltfragen überwunden werden. Die DDR verfüge über akzeptable Umweltgesetze. Um so unverständlich ist die real existierende Umweltbelastung und Zerstörung in vielen Gebieten unseres Landes.

Wir setzen uns deshalb für die strikte Einhaltung und Durchsetzung der DDR-Umweltgesetze ein.

Die ARCHE - der Grün-ökologische Bund vernetzt Aktivitäten von alternativen protestantischen Gruppen der Evang. Kirche. Zugleich wird die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Umweltaktiven unabhängig ihrer Weltanschauungen gesucht. Die ARCHE ist am Austausch und grenzübergreifenden Kontakten mit internationalen Umweltorganisationen interessiert. Deshalb strebt sie eine Verbindung mit GREENWAY, dem osteuropäischen Dach der Umweltbewegung an.

Struktur

Es gilt zunächst eine provisorische Struktur von so genannten Anlaufpunkten.

Die Anlaufpunkte folgen der landeskirchlichen Gliederung, wirken jedoch selbständig. Die thematische Arbeit sollte möglichst den spezifischen, lokalen Umweltproblemen des Gebietes entsprechen. Zu übergreifenden aber auch spezifischen Herausforderungen können über die ARCHE Koordinierungstreffen und Fachgruppen organisiert werden. Auch an Exkursionen und Workcamps ist gedacht.