Do. 15. Februar 1990


Auf einer Veranstaltung in Schwerin nennt Gregor Gysi eine Mitgliederzahl der PDS von 700 000.

Die erste Nummer der Wochenzeitung "Die Neue", herausgegeben vom Bezirksvorstand Karl-Mark-Stadt der PDS erscheint für den gleichnamigen Bezirk.

Die erste offizielle Informationsstelle des Hauptvorstandes der DGB-Gewerkschaft ÖTV zur Koordinierung der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen in der DDR wird in Westberlin eröffnet.

Die ÖTV beschließt, Berater in die DDR-Bezirksstädte zu entsenden.

Auf einer außerordentlichen Zentraldelegiertenkonferenz wird die Gewerkschaft der Eisenbahner gegründet. Sie geht hervor aus der IG Transport und Nachrichtenwesen.

Der Rat des Bezirks Halle unterbreitet dem Runden Tisch des Bezirks einen Vorschlag über die zukünftige Zusammensetzung des Rates des Bezirks. Zusätzlich zu den Mitgliedern mit Geschäftsbereich, sollen Mitglieder ohne Geschäftsbereich von der AKTION DIE DREI, Demokratie Jetzt, Demokratischer Aufbruch, Grüne Liga Grüne Partei, Neues Forum, Sozialdemokratische Partei und Vereinigte Linke kommen. Der Runde Tisch des Bezirks bestätigt mit Mehrheit den Vorschlag.

In der "moritzbastei" in Leipzig findet eine Veranstaltung mit dem Thema "Neue Frauen braucht das Land" statt.

Vor dem VEB Kabelwerk Oberspree werden Flugblätter mit der Parole "Nie wieder Sozialismus" der "Allianz für Deutschland", u. a. von Lothar de Maizière, Martin Kirchner und Heiner Geißler, verteilt. Man muss keine Sorge haben, sagt Heiner Geißler zu einem Beschäftigten.

Ein Kinderhilfswerk Mecklenburg-Vorpommern e. V. hat sich in Waren (Müritz) konstituiert.

Auf einem Treffen in Erfurt von Thüringischen Bezirksvorständen der Gesellschaft für Natur und Umwelt wird die Bildung eines "Bundes für Natur und Umwelt Thüringen" vorgeschlagen.

Die gegründete Kultur-Agentur "CulturAge" will sich dem Austausch zwischen Bürgern der DDR und der BRD vornehmlich auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschung widmen.

Zu einer Programmkette wollen sich die Regionalsender Neubrandenburg, Rostock und Schwerin zusammenschließen.

In Vorbereitung auf die Währungs- und Wirtschaftsunion hat die Commerzbank AG, Frankfurt/Main eine Zentralabteilung "Vorbereitung DDR" geschaffen. Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind, sollen die bereits in der DDR bestehenden Büros in operative Filialen umgewandelt werden. In grenznahen Geschäftsstellen ist eine DM-Kontoführung für DDR-Kunden bereits möglich.

Bei einer Besprechung der Ministerpräsidenten der Bundesländer und des Bundeskanzlers verlangen die Vertreter der Länder, an allen Verhandlungen mit Vertretern teilzunehmen. Was von der Bundesregierung abgelehnt wird. An den Verhandlungen sollen regelmäßig zwei Ländervertreter beteiligt werden. Die Länder sollen aber nach wie vor nicht der Kommission angehören, die über die Währungsunion verhandeln soll.

Es wird grundsätzlich festgelegt, dass die Verhandlungsführung bei den Ländern liege, soweit eine Verhandlungsmaterie in die ausschließliche Kompetenz der Länder falle.

Link zum Bulletin der Bundesregierung 26/90 Erklärung der Bundesregierung über die Gespräche des Bundeskanzlers mit Generalsekretär Gorbatschow und Ministerpräsident Modrow.

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