Fr. 20. April 1990


Link zum 4. Sitzung der Volkskammer

Ein Bundesverband der Deutschen Sozialen Union (DSU) ist als "konservative Alternative zum bestehenden Parteienspektrum" in Kiel gegründet worden. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Donnerstag berichtet, werde die Partei mit Blick auf eine mögliche gesamtdeutsche Wahl 1991 in den kommenden Monaten den Organisationsaufbau vorantreiben und eine Zusammenarbeit mit der DSU in der DDR anstreben.
(Neues Deutschland, Fr. 20.04.1990)

Vertreter der Schering AG besuchen den VEB Pharma Neubrandenburg.

In Berlin wird der Verband Berlin-Brandenburger Wohnungsbaugenossenschaften gegründet. Im gehören 71 kommunale Wohnungsverwaltungen und Betriebe der Gebäudewirtschaft aus Berlin, den Bezirken Cottbus, Frankfurt (Oder), Potsdam und der Wohnungswirtschaftsbetrieb der NVA an.

In der Gesellschaft für Soziologie konstituiert sich die Sektion Arbeitsmarkt.

In einem Interview in der "WirtschaftsWoche" sagt der Vizepräsident der Bundesbank, Helmut Schlesinger, zum Umtauschkurs in der DDR bei einer Währungsunion: "Wir empfehlen, bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten generell im Verhältnis 2 zu 1 umzustellen. Für Ersparnisse in bestimmter Höhe - zum Beispiel bis zu 2 000 Mark je Kopf - sehen wir ausdrücklich eine Ausnahme vor, nämlich einen Umstellungssatz von 1 zu 1. Bei der Umstellung der lautenden Verbindlichkeiten plädieren wir für ein Modell, das in Bonner Ministerien ausgedacht wurde.

Wir sprachen uns dafür aus, vor der Umstellung eine Preisreform zu machen, wodurch man zu einer Angleichung an unsere Preisstruktur kommt, aber natürlich auch zu einer Erhöhung des Preisniveaus. Der aus dem Wegfall bisheriger Subventionen resultierende Anstieg des Preisniveaus, wie auch die höheren Sozialversicherungsbeiträge, ist durch Lohnerhöhungen zu kompensieren. Erst diese erhöhten Löhne sollen dann im Verhältnis von 2 zu 1 umgestellt werden."

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