DDR 1989/90Brandenburger Tor

01.07. Die D-Mark wird alleiniges Zahlungsmittel in der DDR

01.07. Das "Gesetz zur Privatisierung und Reorganisation des volkseigenen Vermögens" (Treuhandgesetz) tritt in Kraft

01.07. Keine Intershops mehr

01.07. Fünf Regionalsender

01.07. Beendigung der Personenkontrollen an der deutsch-deutschen Grenze

03.07. 6. 2+4-Treffen unterhalb der Außenministerebene in Berlin

06.07. Beginn der Verhandlungen über den Einigungsvertrag weitere Verhandlungen am 01.-03.08. und 20.-24.08.

07.07. Beibehaltung der Fristenlösung beim Schwangerschaftsabbruch gefordert

07.07. Erster Landkreistag konstituiert sich

16.07. Die Sowjetunion gibt grünes Licht für die NATO-Mitgliedschaft Deutschlands nach der Einheit

16.07. Der Verwaltungsrat der Treuhandanstalt konstituiert sich

17.07. 2+4-Gespräche auf Außenministerebene in Paris

22.07. Die Volkskammer beschließt das "Ländereinführungsgesetz"

28.07. Die Thüringer Liberalen vereinen sich auf Landesebene


Mi. 25. Juli 1990


Prag (ADN). "Wie im Paradies" können Besucher aus der DDR seit der deutschen Währungsunion in der ČSFR leben, schrieb die Zeitung "Rudé Právo" am Mittwoch. Wegen des günstigen Kurses zwischen D-Mark und tschechoslowakischer Krone - er ist von der ČSFR-Staatsbank für Touristen im Verkauf auf rund 1:18 und im Ankauf auf 1:15 festgelegt - müssten sie jetzt nur noch rund ein Fünftel der tatsächlichen Preise entrichten. Die Gäste aus der DDR genössen "Verkehrstarife für'n Appel und'n Ei, Essen für eine Bagatelle, Getränke und Unterkunft fast umsonst". Die Touristenkurse verleiteten die DDR-Bürger förmlich dazu, in der Tschechoslowakei einzukaufen. Andererseits aber könne man sich als "armer ČSFR-Bürger" heutzutage in der DDR nichts zu essen kaufen, weil dort nach offiziellem Kurs ein Kilogramm Wurst umgerechnet 400 Kronen, ein Brot 45 Kronen und ein halbes Pfund Butter 40 Kronen kosten.

Die Tschechoslowakei, heißt es in dem Beitrag, sei keinesfalls so reich, dass sie es sich erlauben kann, dem Nachbarn Millionengeschenke zu machen - ob er nun Mark, Dollar oder Schilling in der Tasche habe.
(Neues Deutschland, Do. 26.07.1990)

Leipzig (ND-Pehlivanian). Hilfe zur Selbsthilfe in Ländern der Dritten Welt zu ermöglichen ist das Anliegen der" "Deutschen Welthungerhilfe e. V.", die sich am Mittwoch erstmalig in der DDR vorstellte. Der 1967 in der BRD gegründete gemeinnützige Verein finanziert aus Spenden von Bürgern sowie aus Zuschüssen der Bundesregierung und der EG vor allem Projekte im ländlichen Bereich, so Bewässerungssysteme und Handwerkseinrichtungen. stehen jährlich rund 65 Millionen DM zur Verfügung.
(Neues Deutschland, Do. 26.07.1990)

Auf der 20. Sitzung des Ministerrates erklärt Lothar de Maizière, personelle Veränderungen unter Ministern und Staatssekretären seien nicht vorgesehen. Die DSU hatte nach dem Austritt von Hans-Wilhelm Ebeling (02.07.) und Peter-Michael Diestel (30.6) aus der DSU zwei neue Ministerposten gefordert.

Eine Berliner Gruppe der Freunde Italiens e. V. gründet sich im Sitz der Liga für Völkerverständigung.

Die EG-Kommission genehmigt die Ausdehnung des ERP-Programms auf die DDR.

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