Do. 14. September 1989


Der Berliner Verband des Schriftstellerverbandes verabschiedet eine Resolution in der es heißt:

"Angesichts der gegenwärtigen massenhaften Abwanderung von DDR-Bürgern können wir offizielle Verlautbarungen nicht hinnehmen, die behaupten, 'nichts, aber auch gar nichts' spreche 'für die Notwendigkeit einer Kurskorrektur'. Es ist uns unerträglich, wie die Verantwortung für die Situation abgeschoben wird, obwohl die Ursachen in nicht ausgetragenen Widersprüchen im eigenen Land liegen. Das schließt die Auseinandersetzung mit westlichen Massenmedien ein.

Der Exodus ist nur ein Zeichen für angestaute grundsätzliche Probleme in allen Bereichen der Gesellschaft. Es fehlt inzwischen nicht an Analysen und Ideen, sondern an Möglichkeiten, sich öffentlich über sie zu verständigen und sie wirksam zu machen. Aus Sorge um die weitere Entwicklung zum Sozialismus fordern wir, dass dieser demokratische Dialog auf allen Ebenen sofort beginnt."
(die tageszeitung, Fr. 22.09.1989)

Nach dem Bekanntwerden der Gründung des Neuen Forum tritt Edelbert Richter mit der Verkündung der Gründung der Gruppe Demokratischen Aufbruch an die Öffentlichkeit.

Im Palast der Republik in Berlin finden sich 4 200 Berliner Bestarbeiter zu ihrer 14. Konferenz zusammen.

Auf dem Schlachtberg bei Bad Frankenhausen kann das Rundbild von Werner Tübke, "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland", besichtigt werden.

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