Fr. 13. Oktober 1989



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MfS-Bericht über Reaktion in der Bevölkerung auf das Neue Forum

In Leipzig treffen sich die Mitarbeiter des Kabaretts "Die Pfeffermühle" in der Kantine und formulieren eine Resolution, die alle unterschreiben.

"Auferstanden aus Ruinen – und wie weiter", lautet der Titel unter denen in der Johanneskirche und der Lutherkirche in Karl-Marx-Stadt Veranstaltungen stattfinden. Wegen des großen Andrangs werden die Veranstaltungen am Abend wiederholt.

In den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde in Berlin findet die erste Vorstandssitzung der SDP nach der Gründung statt.

In der Kirche am Weißen Hirsch in Dresden stellen die Mitbegründer der SDP, Annemarie und Matthias Müller, die SDP vor.

Rechtsanwalt Wolfgang Vogel fordert Rechtsgleichheit für alle Ausreisewilligen. DDR-Bürger, die die bei einem Fluchtversuch über der ČSSR, Polen und Ungarn festgenommen und verurteilt worden sind, sollen sofort freigelassen werden. Der Staat lasse Sonderwege in die BRD zu, andererseits für analoges Verhalten Haftbefehle verkünde.

In Berlin geht die Mahnwache für die Inhaftierten weiter.

Für die Inhaftierten in Bautzen findet in der Kirche Maria am Wasser und der Versöhnungskirche in Dresden Bittgottesdienste statt.

In Warschau begeben sich erneut Bürger aus der DDR in die Botschaft der BRD, um so ihre Ausreise zu erreichen.

Auf der Eröffnungsveranstaltung, der Tage der Begegnungen mit der DDR, in Wolfenbüttel sagt Kulturminister Dietmar Keller gegenüber einem Reporter, die SED-Führung sei zu Gesprächen mit oppositionellen Gruppen bereit.

Der Vorsitzende der Demokratischen Bauernpartei Deutschland, Günther Maleuda, ruft die Mitglieder in einem Offenen Brief zum konstruktiven Dialog für Kontinuität und Erneuerung in der Entwicklung der DDR auf.

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