DDR 1989/90Brandenburger Tor

03.10. Schließung der Grenze zur ČSSR

04.10. Die Aussetzung des pass- und visafreien Verkehrs mit der ČSSR wird ab sofort auch auf den Transitverkehr von Bürgern der DDR nach Bulgarien und Rumänien erweitert

06.10. Offizielle Festveranstaltung zum 40. Jahrestag der DDR-Gründung und Fackelzug der FDJ

11.10. Das Politbüro der SED gibt eine Erklärung ab

12.10. DDR-Bürger, die berechtigt sind ins nichtsozialistische Ausland zu reisen, dürfen eine Reise in die ČSSR beantragen.

17.10. Das Politbüro der SED nimmt einstimmig den Vorschlag an das ZK, Erich Honecker, Günter Mittag und Joachim Herrmann von ihren Funktionen zu entbinden, an

18.10. Das ZK der SED stimmt der Entbindung Erich Honecker von seinen Ämtern fast einstimmig zu und Egon Krenz wird zum Generalsekretär der SED gewählt

24.10. Egon Krenz wird zum Vorsitzender des Staatsrats und Nationalen Verteidigungsrates gewählt

26.10. DDR-Bürger, die sich in der Tschechoslowakei aufhalten und nicht in die DDR zurück kehren möchten, können in der DDR-Botschaft in Prag einen Antrag auf Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft stellen.

27.10. Die Reisebeschränkungen für DDR-Bürger in die Tschechoslowakei werden zum 01.11. aufgehoben



So. 15. Oktober 1989


Link zum Offenen Brief des Demokratischen Aufbruch an den Berliner Oberbürgermeister Erhard Krack.

In Gera findet in mehreren Kirchen eine Veranstaltung des Neuen Forum statt.

Auf einer Versammlung in der Pauluskirche in Halle werden sechs Thesen zur Gewaltlosigkeit verabschiedet.

Selbstverpflichtung zur strikten Gewaltfreiheit;
Keine Gewalt der Sicherheitsorgane gegen Teilnehmer friedlicher Zusammenkünfte;
Keine Diffamierung und Kriminalisierung von reformengagierten Personen und Gruppen;
Offene und wahrheitsgetreue Berichterstattung in den Medien;
Versammlungs- und Redefreiheit;
Bereitstellung von Räumen und Plätzen zur öffentlichen Diskussion.

Während der Versammlung wird der Aufruf des Neuen Forum verlesen.

Zu einem Gespräch mit der Staatsmacht und einer "Gruppe der 15" kommt es im Rathaus. Dort werden die sechs Thesen zur Gewaltlosigkeit vorgetragen.

Auf einer Versammlung im Deutschen Theater in Berlin wird beschlossen eine Demonstration mit anschließender Kundgebung anzumelden. Der Antrag für die Demonstration und Kundgebung für Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit läuft unter dem Label von "Kulturschaffenden".

Die "Initiativgruppe 4. 11." entsteht.

Es wird eine Pressemitteilung herausgegeben und an ADN geschickt, in der auf die angenommene Resolution verwiesen, in der eine öffentliche Untersuchung über die Polizeiübergriffe der letzten Woche gefordert wird. In den Medien wird sie nicht verbreitet.

Einen Tag später wird die die Protestresolution auf den Weg gebracht. U.a. ging auch eine an den Minister für Staatssicherheit Erich Mielke.

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