So. 3. Dezember 1989


Nach dem Ausschluss Erich Honeckers aus der SED fährt Egon Krenz zu Honecker, um im die Nachricht persönlich zu überbringen. Honecker soll den Beschluss nicht aus den Nachrichten erfahren, so Krenz später.

Am 18.10.1989, den Tag der Absetzung durch das ZK der SED, sagte Erich Honecker in seiner Erklärung: "Meiner Partei werde ich auch in Zukunft mit meinen Erfahrungen und mit meinem Rat zur Verfügung stehen."

Einblick in den Jagdsitz Erich Honeckers am Drewitzer See verschafften sich rund 500 Personen. Gegen Abend verließen sämtliche Personen das Gelände. Auch dem Jagdsitz von Willi Stoph, in der Nähe des Ortes Speck (Müritz), statteten Bürger einen Besuch ab. Ebenfalls besucht wird das Objekt "Glashütte" des Politbüro-Mitglieds Günther Kleiber im Kreis Waren.

Demonstranten erzwingen den Zugang zum Brockengipfel. Aufgerufen haben mehrere Bürgerinitiativen. Der Brockengipfel ist bis dahin militärisches Sperrgebiet.

Der Bezirksverband Berlin des Demokratischen Aufbruch wird gebildet. Als Vorsitzender wird Andreas Apelt gewählt.

Auf der Vorstandssitzung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR wird die Wahl der Volkskammer am 06.05.1990 gefordert. Der Vorstand verabschiedet eine Erklärung zur "Deutschen Frage". Darin wird sich zur Einheit der deutschen Nation bekannt.

In Cottbus findet das erste Kreisvertretertreffen der SDP des Bezirks statt.

In Manfred Stolpes Büro findet ein Treffen von Lothar de Maizière (DDR-CDU) und Wolfgang Schäuble (BRD-CDU) statt.

Link zu einem Gespräch zwischen Helmut Kohl und George Bush

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