DDR 1989/90 Brandenburger Tor

Hans-Jürgen Misselwitz

studierte Biologie in Jena und Berlin 1970-1974. Danach wissenschaftlicher Assistent. 1980 wurde er promoviert. Bis 1981 arbeitete er als Biochemiker in Berlin-Buch und an der Humboldt-Universität Berlin. Studium der Theologie 1981-1986 am Sprachenkonvikt in Berlin. 1987-1988 Forschungsstipendium in den USA. 1989 Pfarrer der Gemeinde Hennigsdorf bei Berlin.

Er verweigerte den Reservedienst bei der NVA. Zusammen mit seiner Frau Ruth u.a. gründete er 1981 den Friedenskreis Pankow.

Er unterschrieb den Aufruf der Initiativgruppe "Sozialdemokratische Partei in der DDR" vom 12. September 1989.

Er und seine Frau bekamen vom Gr√ľnderkreis der SDP den Auftrag bei ihrem Aufenthalt in der BRD im Oktober 1989 mit der SPD Kontakt aufzunehmen. Was sie auch taten.

1990 Abgeordneter in der Volkskammer und parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium der DDR sowie Vertreter der DDR bei den 2+4-Verhandlungen.

Leiter der Landeszentrale für politische Bildung im Land Brandenburg von 1991-1999.

Mitglied der Grundwertekommission der SPD, der Kommission Fortschritt 2000 und Koordinator des Forum Ostdeutschland.

1999 meinte er, in der DDR habe es die Wahlfreiheit zwischen Widerstand und der Ausreise aus der DDR gegeben. Den "Ausreisern" warf er vor, "Freiheit ohne Verantwortung" gewählt zu haben.

Er unterzeichnete die Erklärung "Christen brauchen keine Garnisonkirche!".