Mo. 28. Mai 1990


Das Praxis-Institut für mittelständisches Betriebsmanagement und Technologie GmbH (IBT) ist kürzlich an der Technischen Universität Dresden gegründet worden. Träger sind die TU Dresden und das Wirtschaftsamt für mittelständische Industrie Dresden/Sachsen. Am IBT werden Fachleute aus Sachsen wie aus den Partnerregionen Baden-Württemberg und Bayern lehren.
(Neues Deutschland, Mo. 28.05.1990)

Eine gemeinsame Planungsgesellschaft in Homburg (Saar) gegründeten der VEB Roßweiner Achsen-, Federn- und Schmiedwerke "Hermann Matern", Roßwein, (Bezirk Dresden), die Krupp Brüninghaus GmbH, Werdohl und die zur Krupp Stahl AG gehörenden Gerlach-Werke GmbH, Homburg (Saar).

Zusammenarbeiten wollen der zum Werkzeugkombinat Schmalkalden gehörende VEB Elektrowerkzeuge Sebnitz (Bezirk Dresden) und der Geschäftsbereich Elektrowerkzeuge der Robert Bosch GmbH, Stuttgart. Ausgelotet werden soll auch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in der DDR.

Die Bayerische Vereinsbank AG, München, will in Berlin, Chemnitz, Cottbus, Dresden, Erfurt, Frankfurt (Oder), Gera, Halle, Jena, Leipzig, Meiningen, Plauen, Potsdam, Saalfeld, Suhl und Weimar Filialen eröffnen.

Im Norden der Republik soll der Kooperationspartner, die Vereins- und Westbank Hamburg, an der das Institut beteiligt ist, tätig werden.

Unter dem Motto: "Es reicht Herr Diestel!" ruft das Neue Forum zu einer Demonstration auf dem Karl-Marx-Platz in Leipzig auf. Es wird der Rücktritt von Innenminister Peter-Michael Diestel gefordert. "NEIN zur alten Stasi!", "NEIN zu neuen Knüppeln und Gewehren!".

Der Caritasverband Thüringen e. V. wird gegründet.

Zum 01.01.1991 wollen sich die beiden Automobilclubs der BRD und DDR-Gewerkschaften vereinen.

Der Bezirkstag Halle kommt zu seiner letzten Sitzung zusammen.

Konstituierende Sitzung des am 06.05. gewählten Berliner Parlaments.

In dem in Berlin erscheinenden "Volksblatt" vom 29.05.1990 ist zu lesen:

"Mit Spannung wurde die Eröffnungsrede des Alterspräsidenten Moritz Mebel erwartet. Er gehört der PDS an und musste 'vor der Sitzung versprechen, keine klassenkämpferische Rede zu halten'. Das Gegenteil war aber der Fall, auch wenn er sein Manuskript vorher nicht zeigen wollte. Er drückte in seiner kurzen Ansprache die Hoffnung aus, dass Berlin wieder zu einer 'freundlichen Metropole Europas werden sollte, in der es weder Ausländerfeindlichkeit noch Intoleranz geben dürfe'."

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